Urwaldrest Mittelsteighütte

Merkmale von Bergurwäldern

Göppert schreibt:1 „Freundlich und geräumig erscheinen sie [= die Bergurwälder, F.-J. A.] in den unteren Regionen, wo Buche und Weißtannen gemeinschaftlich vorkommen. Wie polierte Säulen treten und uns die schlanken, 3-4 Fuß [1 Fuß = 31 cm, Georg Sperber] starken und oft 100-200 Fuß hohen Buchen entgegen, mit ihren herrlichen Kronen, turmähnlich die 4, häufig 6, ja selbst 8 Fuß dicken und 120-200 Fuß hohen Weißtannen, während die mit ihr an Stärke und Höhe wetteifernden Rottannen [= Fichten, G. S.] in schönen Pyramiden sich gipfeln.“

 

„Zu großer Vorsicht ermahnt der pfadlose Boden, der aus einem Gewirr von zerbrochenen, dahingestreckten, halb und ganz vermoderten, mit Moos, Farn und anderen Waldpflanzen bedeckten Stämmen und wunderlich untereinander verwachsenen Wurzeln besteht, aus denen sich die Kolosse des Waldes erheben.“

 

„Im ganzen bleiben sich die Urwälder hier überall ziemlich gleich, zwischen 2000-3500 Fuß Höhe [ca. 600-1000 m, G. S.] am imposantesten und wegen des Gemisches von Buchen, Weiß- und Rottannen auch zugleich am mannigfachsten, am wildesten höher hinauf an felsigen Abhängen, wo sie auch nur aus Fichten bestehen.“

 

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  1. zit. n. Sperber []