Online-Abstimmung über den nächsten Artikel

Im Zentrum meines letzten Artikels standen zwei Online-Umfragen. An der ersten Umfrage beteiligten sich immerhin noch neun, an der zweiten nur noch zwei Leser. Offenbar hat der Artikel nur ganz wenige interessiert. Deshalb möchte ich die Abonnenten meiner Webseite über den nächsten Artikel abstimmen lassen. Drei Alternativen stehen zur Abstimmung. Weiterlesen

Online-Umfrage: Wie finden Sie diesen Wald?

Ursprünglich hatte ich folgendes vor: Ich wollte Ihnen Fotos eines Waldes zeigen und dann sagen, wie ich persönlich diesen Wald finde. Das wollte ich dann vergleichen mit der offiziellen Meinung, die professionelle Naturschutzexperten über diesen Wald haben. Ich, ich, ich. Und die Profis.

Und dann fiel mir auf, dass das für Sie als Leser vielleicht gar nicht so spannend ist: der Adrian hat diese Meinung, die Experten jene. Adrian hat diese Gründe, die Experten jene. Sie sind sich einig. Sie sind sich nicht einig. Ja und?

Das ist  für Sie als Leser vielleicht sogar ziemlich langweilig! Spannender ist es vielleicht, wenn zunächst Sie sich Ihre persönliche Meinung zu dem Wald bilden und diese dann hier mitteilen. Mögen Sie diesen Wald? Oder lässt er Sie kalt? Ist Ihnen so ein Wald vielleicht egal? Und vielleicht ist es auch viel spannender, wenn Sie miteinander ins Gespräch kommen und sich über Ihre Meinungen austauschen. Und erst ganz am Ende kommen die Experten, die Naturschutzprofis, ins Spiel mit ihrer Meinung. Und Sie können sich dann bestätigt oder widerlegt fühlen – je nachdem – und daraus Ihre Schlüsse ziehen. Und ganz am Ende sage ich auch noch etwas. Und das können Sie dann auch wieder kommentieren.

Damit die Sache nicht sofort in eine ganz bestimmte Richtung verläuft, verrate ich Ihnen am Anfang ganz bewusst nicht, wo der Wald liegt. Denn stellen Sie sich vor, ich würde Ihnen z. B. sofort sagen, der Wald sei UNESCO-Weltnaturerbe. Dann würden die meisten sofort eine bestimmte – vermutlich sehr positive – Meinung haben und es würde wahrscheinlich gar keine Diskussion aufkommen. Aber keine Sorge: Der Wald ist kein Weltnaturerbe!

Also: Wie finden Sie diesen Wald? Vielleicht verteilen Sie Noten? Vielleicht nennen Sie Ihre Gründe? Und wie beurteilen Sie seinen Wert für den Naturschutz? Note? Was glauben Sie, was das für ein Wald ist? Privatwald? Landeswald? Naturschutzgebiet? Wirtschaftswald? Was würden Förster wohl sagen? Was wohl die Naturschutzexperten? Was sagen Sie?

Auf der nächsten Seite geht es zu den Fotos – insgesamt 20 – und danach können Sie Ihren Kommentar schreiben. Weiterlesen

Die Flops des Jahres 2018

Flop Nr. 5 – E-Mail an Dr. Hennenberg

Dr. Klaus Hennenberg arbeitet am Freiburger Öko-Institut und war zusammen mit Dr. Böttcher und Christian Winger Verfasser der Studie Waldvision Deutschland. Am 4.6.2018 habe ich Hennenberg eine offene E-Mail geschrieben, die dieser nie beantwortet hat. Ich war daran gescheitert, die Studie Waldvision zu verstehen, und hatte zuvor Dr. Böttcher einen Brief geschrieben. Dessen Antwort hatte ich auch nicht verstanden und mich deshalb an seinen Kollegen Hennenberg gewandt, wie Böttcher es vorgeschlagen hatte. Eine Antwort habe ich nie erhalten.

Flop Nr. 4 – Brief an Petra Wegener

Petra Wegener ist Geschäftsführerin des Weserbergland-Tourismus. Am 5.6.2018 hatte ich ihr einen offenen Brief geschrieben, in dem es um die monatelange Sperrung von 7 Etappen des Weserbergland-Wegs wegen Sturmschäden ging. Eine Antwort habe ich nie erhalten. Weiterlesen

Białowieża – Doppelmoral der EU

Wenn die Tagesschau zur besten Sendezeit über Proteste gegen die Bekämpfung des Borkenkäfers berichtet,1 dann kann etwas nicht stimmen: Die Tagesschau berichtet sonst nie über Proteste gegen die Borkenkäferbekämpfung. Aber das „Flaggschiff der ARD“ (siehe Die Macht um Acht) berichtete auch nicht über Deutschland, sondern über Polen: über den Urwald von Białowieża. Das Vorgehen der EU-Kommission und des Europäischen Gerichtshofs gegen Polen war immer wieder „eine der wichtigsten Nachrichten des Tages“ in der Tagesschau.


wPolityce.pl (= In der Politik) vom 16. August 2018

Worüber sie und auch die anderen deutschen Medien nie berichtet haben, war die große Empörung in Polen, als durch einen Zeitungsartikel in der WELT bekannt wurde, wie das Bundesland Bayern den Borkenkäfer bekämpft. Der EU wurden „doppelte Standards“ und „Doppelmoral“ vorgeworfen.

In meinem neuen Artikel habe ich vier Artikel aus den polnischen Medien übersetzt. Ich halte die Vorwürfe für berechtigt: Die Borkenkäferbekämpfung in deutschen Natura 2000-Gebieten unterscheidet sich nicht von der in polnischen Natura 2000-Gebieten. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Białowieża – Doppelmoral der EU.

  1. siehe z. B. #reportage – Polens Urwald in Gefahr []

Mein total verrückter Urlaub im Urwald

Normalerweise kritisiere ich in meinen Artikeln immer andere Personen: Förster, Professoren, Politiker. In meinem neuen Artikel ist alles ganz anders; in meinem neuen Artikel kritisiere ich mich. Mich und meinen Urlaub im Buchenurwald Uholka in der Ukraine.

Anlass ist ein neues Buch des italienischen Autors Marco d’Eramo: Die Welt im Selfie – Eine Besichtigung des touristischen Zeitalters. Seine Analysen treffen nicht nur auf die Touristen zu, die hektisch die Sehenswürdigkeiten in Städten abhaken. Sie treffen auch auf mich und meinen Urlaub im Urwald zu: auf meine Wünsche und Sehnsüchte und die verrückten Widersprüche, in die ich mich verwickelt habe. Selten habe ich mich bei einem Buch so ertappt und entlarvt gefühlt.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Urwald all inclusive.

Ein freundlicher Förster

Die 5. Etappe des Weserbergland-Wegs führte uns in das Revier von Förster Metje. Er ist Revierleiter im Forstamt Neuhaus der Niedersächsischen Landesforsten. Über die Schlammwüsten in einem Fichtenforst war ich entsetzt.

Die Antwort von Herrn Metje hat mich positiv überrascht und ich habe mich sehr gefreut. Hier geht es zu meinem Artikel: Pures Naturerlebnis im Naturpark Solling-Vogler.

Ammer, Wohlleben und das Wiehengebirge

Künstlich gepflanzte Buchen in Schutzhüllen auf einem Kahlschlag im Wiehengebirge

In meinem letzten Beitrag hatte ich geschrieben, dass ich mich über Prof. Ammer geärgert hatte. Dieser hatte über Wohllebens Buch „Das geheime Leben der Bäume“ geschrieben:

„Was den wissenschaftlichen Gehalt angeht, kann man […] bei manchen Passagen nur den Kopf schütteln.“

Bei einem Sonntagsspaziergang durch das Wiehengebirge wurde mir deutlich, dass ich auch deshalb so verärgert war, weil Ammer verschweigt, dass er und Wohlleben zumindest bei zwei zentralen Themen einer Meinung sind:

  1. Die Wildbestände sind in Deutschland überhöht.
  2. Fichtenforste sind nicht an das Klima in Deutschland angepasst.

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