Wir müssen reden!

„Ich würde mir sehr wünschen, dass die Bevölkerung einfach mal hinguckt und dann zwar kritische Fragen stellt, aber nicht schon mit einer Vorverurteilung kommt und einen mit Google-Halbwissen konfrontiert und unterstellt, dass man nur die Unwahrheit sagt.“

Das sagt Urban Backes, Revierförster bei SaarForst. Ich habe mich daran gehalten. Am Schweineberg, wo gerade der Märzenbecher blüht, habe ich bei zwei Hiebsmaßnahmen hingeguckt und fotografiert. Dann habe ich den zuständigen Stadtförster angerufen und kritische Fragen gestellt. Und wir haben geredet. Lange. Und beim nächsten Mal reden wir bei einer Tasse Kaffee über Lübeck.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Gespräch über die Holzernte am Schweineberg.

Wandervorschlag – Zur Märzenbecherblüte nach Hameln

Wenn Sie in der Nähe von Hameln wohnen, habe ich einen Wandervorschlag für Sie: Besuchen Sie einmal in den nächsten Wochen die Märzenbecherblüte am Schweineberg! Sie gilt als die größte in Norddeutschland und das dazugehörige Naturschutzgebiet ist das älteste in Niedersachsen. In meinem neuen Artikel beschreibe ich u. a., wie Sie dort am besten hinkommen. Und es gibt eine Premiere: Zum ersten Mal empfehle ich Ihnen auch ein Restaurant in unmittelbarer Nähe.

Lesen Sie hier meine neue Wanderempfehlung: Märzenbecherblüte am Schweineberg.

Deutschland ist süchtig nach Nadelholz

Mein neuer Artikel schließt nahtlos an meinen letzten an, in dem ich gezeigt habe, dass Deutschland mehr Laubholz exportiert als importiert. Bei Nadelholz ist es genau umgekehrt: Schon heute importiert Deutschland große Mengen Nadelholz. Wieder habe ich mich durch viele offizielle Dokumente gewühlt und Zahlen herausgesucht. Ich nutze nicht nur die Holzmarktstatistiken, sondern auch die Dritte Bundeswaldinventur und den Alternativen Waldzustandsbericht. Auf eine Entdeckung bin ich besonders stolz: auf die Entdeckung der Holzeinschlagsstatistik, herausgegeben von Statistischen Bundesamt. In ihr finden sich u. a. die offiziellen Zahlen dazu, wie viel Holz jedes Jahr wegen Stürmen, Schneebruch, Borkenkäfer usw. vorzeitig geerntet werden muss. 

Am Schluss des Artikels diskutiere ich einen Ausschnitt aus einem Interview mit Horst Stern, in dem dieser überraschenderweise meint, die Verfichtung Deutschlands habe aufgehört und er habe dazu beigetragen. Hier geht es zu meinem neuen Artikel: Deutschland ist süchtig nach Nadelholz.

Ein persönlicher Nachruf zum Tod von Horst Stern folgt in Kürze.

Hinweis: In dem Artikel steckt sehr viel Arbeit und Mühe. Deshalb befinden sich die Kapitel 1-5 hinter einer Paywall und sind nur für Mitglieder zugänglich. Schon für 1 € im Monat können Sie Mitglied werden und meine Arbeit unterstützen.

Deutschland ist Nettoexporteur von Laubholz

Waldschützer fordern immer wieder, den hohen Holzeinschlag in Deutschland zu reduzieren: Wälder sind keine Holzfabriken. Dann erwidern viele Förster, dies sei nicht möglich. Denn Deutschland brauche sehr viel Holz, und wenn in Deutschland weniger Holz eingeschlagen würde, müsste das Holz aus dem Ausland importiert werden.

Für Laubholz stimmt das nicht: Deutschland erwirtschaftet jedes Jahr einen sehr hohen Exportüberschuss. Das beweisen offizielle Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Hier geht es zu meinem neuen Artikel: Faktencheck: Holzimporte – Update.

Hinweis: Der Artikel befindet sich hinter einer Paywall. Das Zusammenstellen der Daten hat viel Zeit und Mühe gekostet. Schon ab 1€ im Monat können Sie Mitglied werden.

Antwort von Dr. Susanne Winter

Frau Dr. Winter hat mir auf meinen Offenen Brief zu Baummikrohabitaten geantwortet. Ihre Antwort finden Sie hier: Antwort von Dr. Susanne Winter.

Mit ihrer Hilfe habe ich eine Tabelle erstellt mit 20 Baummikrohabitaten und den Empfehlungen für Wirtschaftswälder.1 Hier geht es zur Tabelle der Baummikrohabitate und den Empfehlungen für Wirtschaftswälder.

  1. Die ausführliche Version inklusive vieler Fotos und Hinweisen zu den Käfern und Pilzen, die in diesen Mikrohabitaten leben, finden Sie im Praxishandbuch – Naturschutz im Buchenwald. Einen kostenlosen Katalog der Baummikrohabitate finden Sie hier. []

Offener Brief an Dr. Susanne Winter


Es war nicht nur Peter Wohlleben, dessen Bücher für mich eine wertvolle Hilfe waren. Es war auch die Forstwissenschaftlerin Dr. Susanne Winter1, die von Anfang an ganz wichtig war für mich. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Ermittlung von Struktur-Indikatoren zur Abschätzung des Einflusses forstlicher Bewirtschaftung auf die Biozönosen von Tiefland-Buchenwäldern“ zählt zu dem Besten, was ich zum Thema Naturschutz im Buchenwald gelesen habe. Ich war so fasziniert, dass ich damals umgehend die Heiligen Hallen und den Faulen Ort besucht habe – zwei Wälder, die in ihrer Dissertation und auch bei ihren weiteren Forschungen eine ganz wichtige Rolle spielten und spielen.

Dr. Winter auf einem Workshop des Forum Umwelt und Entwicklung in der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt im November 2014

Jetzt habe ich Dr. Winter einen Offenen Brief geschrieben. Es geht um Mikrohabitate und Unklarheiten, auf die ich bei der Lektüre ihres letzten Buches „Praxishandbuch – Naturschutz im Buchenwald“ gestoßen bin. Weiterlesen

  1. Dr. Winter ist z. Z. Programmleiterin Wald des WWF. []

Förstermärchen

Vor 10 Jahren erschien in der Zeitschrift Nationalpark ein Aufsatz, der in Naturschutzkreisen berühmt geworden ist. Der Aufsatz hieß „Forst- und Holzmärchen heute“ und sein Autor war Hans Bibelriether, der ehemalige Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Bibelriether greift die Interessenvertreter der Forst- und Holzindustrie scharf an: den Deutschen Forstwirtschaftsrat,  den Deutschen Forstverein, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und auch den damaligen bayerischen Forstminister Josef Miller. Er wirft ihnen „Schönfärberei“, „kaum zu überbietende Falschaussagen“, „professionelle Falschinformationen“, „reine Erfindungen“, „bewusste Unwahrheiten“ und „unglaubliche Volksverdummung“ vor.

Leider hat der Aufsatz nichts von seiner Aktualität verloren. Auch heute werden „Förstermärchen“ erzählt. Für die Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS) habe ich drei Förstermärchen kritisiert. Sie können meine Kritiken entweder hier auf der Homepage der BBIWS lesen oder hier auf meiner Seite: Förstermärchen.

Kennen Sie TreMs?

Wissen Sie, was ein TreM ist? Nein? Aber vielleicht wissen Sie, was ein tree-related microhabitat ist? Hilft Ihnen die deutsche Übersetzung Baummikrohabitat? Trösten Sie sich! Auch auf der Webseite der beiden größten Naturschutzorganisationen in Deutschland, dem BUND und dem NABU, werden Sie vergeblich nach Erklärungen suchen. Wenn Sie wissen wollen, was ein TreM ist, dann lesen Sie bitte die Fortsetzung meines Artikels über die 6 Unterschiede zwischen Urwald und Wirtschaftswald, der einen aktuellen Aufsatz von Thibault Lachat und Jörg Müller zusammenfasst.

In den Kapiteln 2 – 7 geht es u. a. um Totholz und Habitatbäume. TreMs werden im Kapitel über Habitatbäume erklärt. Zum Schluss wird der Unterschied zwischen integrativem und segregativem Naturschutz diskutiert und warum Lachat und Müller für letzteren sind.

Lesen Sie hier die Kapitel 2 – 7 meines Aufsatzes: 6 Unterschiede zwischen Urwald und Wirtschaftswald.

6 Unterschiede zwischen Urwald und Wirtschaftswald

Erst vor 2 Monaten ist der wissenschaftlicher Sammelband über Saproxylic Insects erschienen. Darin enthalten ist folgender Aufsatz:

Es geht in diesem Aufsatz nicht nur um den Schutz der Urwälder. Und auch nicht nur um den Schutz der Totholzinsekten. Wenn man den Aufsatz genauer liest, findet man darin auch viele wertvolle Informationen zum Schutz der Wälder im allgemeinen. Leider sind diese in der Öffentlichkeit und auch in Teilen der Umweltschutzbewegung überhaupt nicht bekannt.

Lesen Sie hier den ersten Teil meiner Inhaltsangabe: 6 Unterschiede zwischen Urwald und Wirtschaftswald.