Brennholz: Klimaneutralität beruht auf Rechenfehler

Schluss

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat über Gutachten wie die eingangs zitierte Klimastudie „Wald und Klimaschutz in NRW“ ein vernichtendes Urteil gefällt:

„Zudem werden die verschiedenen Ansätze zur Berechnung der Klimabilanz von Holzprodukten maßgeblich dadurch beeinflusst, wer diese Berechnungen mit welchem Ziel durchführt.“1

Autoren der Klimastudie sind keineswegs Beamte aus dem Ministerium für Klimaschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, wie der Titel des Einbandes suggeriert, sondern Marcus Knauf von Knauf-Consulting, der emeritierte Prof. Arno Frühwald vom Zentrum für Holzwirtschaft der Uni-Hamburg, der gleichzeitig am Institut für Holzforschung des Thünen-Instituts tätig ist, und Prof. Michael Köhl, Leiter der Abteilung für Weltforstwirtschaft ebenfalls am Zentrum für Holzwirtschaft der Uni Hamburg. Präsentiert wurde die Studie auf der Ligna 2013 – der Messe für Forst- und Holzwirtschaft. Auftraggeber der Studie war neben dem Umweltministerium der Landesbetrieb Wald und Holz NRW.

Die oben zitierte Veröffentlichung des Scientifc Committee der European Envirement Agency (EEA), die den Rechenfehler aufdeckt, wird in der Klimastudie der drei Herren mit keinem einzigen Wort erwähnt.

Scheitholzproduktion in Steinsfeld im Steigerwald

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  1. Umweltgutachten 2012, S. 217, Hervorhebungen von mir []