Dienstaufsichtsbeschwerde von RVR Ruhr Grün gegen Adrian

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Nicht nur der Leiter des Landesbetriebs Wald-und-Holz-NRW, Andreas Wiebe, erstellt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen mich, sondern auch der Leiter von RVR Ruhr Grün, Jörg Wipf. Lesen Sie hier meinen Bericht, der wegen meiner Pflicht als Beamter zur Verschwiegenheit notgedrungen sehr kurz ausfallen muss: Dienstaufsichtsbeschwerde von RVR Ruhr Grün gegen Adrian.

Dienstaufsichtsbeschwerde von Wald-und-Holz-NRW gegen Adrian

BeamtStG

Am 8. April 2014 hatte der Landesbetrieb Wald-und-Holz-NRW Strafanzeige gegen mich gestellt wegen Schmähkritik an Förster Markus Herber.1 Das genügte dem Landesbetrieb nicht. Zusätzlich reicht er eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein. Hier geht es zu meinem Bericht: Dienstaufsichtsbeschwerde von Wald-und-Holz-NRW gegen Adrian.

  1. Strafprozess des Landesbetriebs Wald-und-Holz-NRW gegen Adrian []

Strafanzeige von RVR Ruhr Grün gegen Adrian

Kahlschlag im Pappelwald durch Förster Volker Adamiak von RVR Ruhr Grün

In meinem vorigen Beitrag habe ich darüber berichtet, dass Andreas Wiebe, Leiter von Wald-und-Holz-NRW, mich im April 2014 wegen Beleidigung von Förster Markus Herber angezeigt hat. Doch es bleibt nicht bei der einen Strafanzeige. Zwei Monate später zeigt mich auch Jörg Wipf, Leiter von RVR Ruhr Grün, an. Wieder geht es um Schmähkritik: Diesmal soll ich Förster Volker Adamiak beleidigt haben. Lesen Sie hier meinen Bericht: Strafanzeige von RVR Ruhr Grün gegen Adrian.

Wald-und-Holz-NRW gegen Adrian – 750 € Geldbuße wegen Schmähkritik

Jan Böhmermann in Rostock 2014 06

Zur Zeit wird viel über die die Böhmermann-Affäre geredet. Journalisten, Medienwissenschaftler, Juristen und Politiker führen eine hitzige Debatte über Schmähkritik. Wann hört die freie Meinungsäußerung auf und wann fängt die Diffamierung an? Was darf Satire und wann geht es nur noch um Beleidigung?

Ich möchte hier nicht über den Strafprozess gegen Böhmermann reden, sondern über den Strafprozess gegen mich. Im Zentrum dieses Prozesses steht nicht ein Gedicht über den türkischen Präsidenten, sondern ein Aprilscherz über den Bottroper Stadtförster.

Im April 2014 reichte Andreas Wiebe, der Leiter des Landesbetriebs Wald-und-Holz-NRW, gegen mich eine Strafanzeige ein bei der Staatsanwaltschaft Essen. Ich hätte auf meiner Webseite Förster Markus Herber beleidigt. Ein Jahr später wurde ich vom Amtsgericht Bottrop verwarnt und zu einer Geldbuße von 750 € verurteilt. Hier geht es zu meinem ausführlichen Bericht: Strafprozess von Wald-und-Holz-NRW gegen Adrian – Schmähkritik.

Forstdirekter Wipf erteilt keinen „weiteren Nachhilfeunterricht“ mehr

Im November 2014 hatte das Forstunternehmen Bertil Karlsson eine rund 7 ha große Fläche des Bottroper Fernewalds durchforstet und dabei über 1.100 Festmeter Holz eingeschlagen. Förster Volker Adamiak vom Forststützpunkt Heidhof des RVR Ruhr Grün hatte den Auftrag dazu gegeben.

Daraufhin kam es zu einem Briefwechsel zwischen dem Betriebsleiter von RVR Ruhr Grün, dem Leitenden Verbandsforstdirektor Jörg Wipf, und mir. Ich wollte wissen, ob bei der Holzernte alles mit rechten Dingen zugegangen war: Entsprach sie der Planung, wie sie im Forstbetriebswerks aufgeschrieben ist?

Zunächst war Herr Wipf sehr freundlich und stellte die von mir gewünschten Unterlagen bereitwillig zur Verfügung. Meine Befürchtungen aber bestätigten sich: Die Holzernte war um 75% zu hoch. Auf meine diesbezüglichen Fragen antwortete Herr Wipf nicht mehr. Er weigere sich, mir „weiteren Nachhilfeunterricht“ zu geben.

Ich halte die Art und Weise, wie Wipf mit mir umspringt, für typisch: So führen sich hohe Funktionäre der Forstwirtschaft auf, wenn Umweltschützer kritische Fragen stellen und sich nicht mit den üblichen Sonntagsreden abspeisen lassen. Ich habe den kompletten Briefwechsel hier dokumentiert: Forstdirektor Wipf erteilt Nachhilfe.

BSWR bezieht Stellung zum Fernewald

Nach meiner Beschwerde beim Umweltministerium sah sich auch die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) gezwungen, zum Holzrausch im Fernewald Stellung zu nehmen. Ich habe mit Biologischen Stationen bislang nur negative Erfahrungen gemacht: Bei dem bundesweit für Aufregung sorgenden Kahlschlag am Wüstebach war beispielsweise die Biologische Station Aachen maßgeblich beteiligt. Die Kette negativer Erfahrungen reißt nicht ab: Ich dokumentiere die Antwort der BSWR und meine Rückfragen.

Fernewald_800Misshandelter Fernewald im April 2015

LANUV bezieht Stellung zum Fernewald

Im Dezember 2014 berichtete ich über den Holzrausch im Fernewald. Anfang Januar bat ich das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) um eine Stellungnahme, weil dieses angeblich am Forstbetriebswerk mitgearbeitet hatte. Das LANUV antwortete nicht, sodass ich mich im März bei Umweltminister Remmel beschwert habe.1

Geschundener Fernewald im April 2015

Kurz nach meiner Beschwerde erhielt ich Antwort vom LANUV. Ich veröffentliche diese Antwort zusammen mit meiner Kritik daran: Antwort des LANUV und Kritik an der Antwort des LANUV.

  1. siehe Beschwerde über LANUV und BSWR []

Forstdirektor Wipf nimmt Stellung

Während das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz und die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet die Auskunft über den Raubbau des RVR Ruhr Grün im Fernewald und am Schlehenkamp verweigern, gibt der Werkleiter von RVR Ruhr Grün, der Leitende Forstdirektor Jörg Wipf, bereitwillig Auskunft. Er schickt mir Karten und Bestandesblätter von drei durchforsteten Waldabteilungen. Das Problem: Ein Bestandesblatt fehlt, eines ist überflüssig und die laut Wipf geerntete Holzmenge von 784, 29 Festmetern will so gar nicht zu den von mir gemessenen 1.140 Festmetern passen. Hier geht es zu meiner Dokumentation des bisherigen Briefwechsels: Forstdirektor Wipf nimmt Stellung.

Bodenzerstörung am Schlehenkamp

Es geht um einen schlimmen Fall von Bodenzerstörung in einem 2,5 ha großen Wäldchen in Bottrop: Die Firma Bertil Karlsson hat im Auftrag von Förster Adamiak von RVR Ruhr Grün einen 21,5 t schweren Harvester vom Typ Ponsse Ergo 8W eingesetzt. 1.150 m größtenteils neu angelegte Rückegassen wurden in Grund und Boden gefahren. Ich dokumentiere die Bodenzerstörungen mit hochauflösenden Fotos und diskutiere bodenschonende Alternativen zum Harvestereinsatz: Bodenzerstörung am Schlehenkamp.