Ausverkauf im Rumbecker Wald

Schlusswort mit Prof. Christian Ammer

Der Rumbecker Wald wird von den Niedersächsischen Landesforsten heruntergewirtschaftet. Trotzdem gehört das Schlusswort nicht so prominenten Kritikern der Landesforsten wie Lutz Fähser, Knut Sturm oder Peter Wohlleben. Das Schlusswort gehört zunächst einem so prominenten Wohlleben-Kritiker wie dem Professor für Waldbau an der Universität Göttingen, Prof. Dr. Christian Ammer. In seiner E-Mail vom 5.12.2017 beantwortet er meine Frage, wie er seinen eigenen Buchenwald bewirtschaftet:

„In der Tat besitzen meine Frau und ich einen ca. 6 ha großen Buchenbestand. Diesen bewirtschaften wir mit dem langfristigen Ziel einen mehrschichtigen Wald mit wertvollen starken Buchen aufzubauen und dabei gleichzeitig durch das Belassen zahlreicher Habitatbäume und des stehenden Totholzes Belangen des Artenschutzes Rechnung zu tragen.“1

Und in einer zweiten E-Mail vom 19.12.2017 betont er dies noch einmal:

„… dort versuchen wir einen strukturreichen, mehrschichtigen Wald aufzubauen.“

Er macht aber eine wichtige Einschränkung:

„Das von uns gewählte Vorgehen passt […] zu unseren individuellen Zielen. Andere Waldbesitzer haben andere Ziele und verfolgen andere Strategien, diese zu erreichen.“2

Die Niedersächsischen Landesforsten haben offenbar „andere Ziele“. Und die beschreibt Knut Sturm am 9. Februar 2018 in der Diskussion nach seinem Vortrag über „Wilde Wälder“ im Waldsalon:

„Die Landesforstverwaltungen haben in den letzten Jahren in einer Größenordnung 30, 40, 50 % ihrer Leute abgebaut. […] Das hat einfach etwas mit der Gier zu tun, dass die Leute immer mehr Geld aus dem Wald holen wollen.“3

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  1. Hervorhebungen von F.-J. A []
  2. E-Mail vom 5.12.2017, Hervorhebungen von F.-J. A. []
  3. Hervorhebungen von F.-J. A []