Der Urwald von Porta Westfalica

Auf der Exkursion durch den Nationalpark Hainich mit dem NLP-Chef Großmann1siehe Tagung „Alte Buchenwälder“ hatte ich einen Moment der Klarheit:

„Das sind also die wertvollsten Bestände des NLPs … So sieht also ein UNESCO-Weltnaturerbe aus … Das ist es also … Das hier … Dafür bin ich 400 km gefahren …“

Ich war nicht begeistert. Denn ich habe einen solchen phantastischen Wald direkt vor meiner Haustür.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel aus der Serie Schöne Wanderungen: Der Urwald vor den Toren der Stadt Porta Westfalica.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1. Januar 2020 zum Thema: Der FSC und die mangelhafte Verkehrssicherheit am Wolfsschluchtweg. Am 1. Februar erscheint dann die Fotodokumentation: 6 Jahre nach dem Kahlschlag – Der Wüstegarten im Nationalpark Eifel. Und am 1. März folgt: Wo fast 40 % AFD wählen – der Nationalpark Sächsische Schweiz.

Der Riesenkahlschlag am Lackenberg im Jahr 2019

Von den großen Kahlschlägen im Nationalpark (NLP) Bayerischer Wald nach dem Orkan Kyrill bekam man außerhalb der Städte in unmittelbarer Nachbarschaft des NLPs nichts mit. Ja, der Bayerwald-Bote berichtete. Aber schon die Süddeutsche Zeitung widmete sich dem Thema nur mit einer Handvoll Artikel, die zudem nur in der bayerischen Ausgabe erschienen.1siehe z. B. „Tricksen, Tarnen, Täuschen“ von Christian Sebald, SZ vom 16. Juli 2014 Und im Fernsehen? Ganze zwei Beiträge zum Riesenkahlschlag am Lackenberg finden sich noch bei YouTube.2siehe hier und hier Sie sind kaum 5 Minuten lang und 10 Jahre alt.

Und so ist mein heute veröffentlichter Film über den Riesenkahlschlag am Lackenberg der dritte Film zum Thema, den Sie im Netz finden werden – und der einzige, der die Kahlschläge ausführlich zeigt. Am Filmende widme ich mich dann der Frage, wer für diese verantwortlich ist und erzähle von einem Gespräch, das ich mit der Presseabteilung des NLPs geführt habe.

Aktuelle Fotos vom Lackenberg finden Sie hier: Der Riesenkahlschlag am Lackenberg im Jahr 2019.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1.12.2019 in der Serie Schöne Wanderungen. Es geht dann durch die Wolfsschlucht im Wiehengebirge.

Der Riesenkahlschlag am Hirschgespreng im Jahr 2019

Wie angekündigt veröffentliche ich heute ein Video mit Filmaufnahmen vom Riesenkahlschlag am Hirschgespreng, die ich im September 2019 gedreht habe – 5 Jahre nach meinem ersten großen Artikel darüber. So sieht ein Wald aus, den die Nationalparkverwaltung 22 Jahren gemäß Nationalparkplan bewirtschaftet hat. Und so sieht ein Wald aus nach 22 Jahren Walderhaltungs- und Waldpflegemaßnahmen. Und so sieht ein Wald aus, wenn „Waldwissenschaftler, Wissenschaftler und Borkenkäfer-Experten“ einen Umweltminister „intensiv“ beraten und alle – Minister, Landräte, Bürgermeister, Landtagsabgeordnete, Nationalparkbeamte, Wissenschaftler und Experten – wirklich alle sich einig sind:

„Der Wald soll so grün wie möglich bleiben!“1siehe Der Entscheid von Umweltminister Schnappauf vom 10. Mai 2007

Wie man Natur Natur sein lässt, das demonstriert am Hirschgespreng nicht der Nationalpark Bayerischer Wald, sondern direkt daneben der Nationalpark Šumava. Dort haben die Tschechen das gemacht, wofür sich sonst der deutsche Nationalpark rühmt: sie haben den Käfer einfach fressen lassen. Wenn Sie den Film anschauen, können Sie – ganz ohne forstwirtschaftliches Studium und ganz ohne ökologische Spezialkenntnisse – selbst beurteilen, wer es besser gemacht hat.

Zusätzlich zum Film können Sie sich aktuelle Fotos anschauen: Riesenkahlschlag am Hirschgespreng im Jahr 2019.

Hinweis:
Morgen veröffentliche ich ein Video mit aktuellen Filmaufnahmen von der Mutter aller Kahlschläge im Nationalpark Bayerischer Wald: dem Riesenkahlschlag am Lackenberg.

Riesenkahlschlag am Hirschgespreng – 2014

Als ich den  Riesenkahlschlag am Hirschgespreng in Nationalpark Bayerischer Wald 2014 zum ersten Mal sah, fand ich keine Worte: Das ist … das … was zum Teufel? Ich konnte nicht glauben, was ich sah. Wieder zu Hause vertiefte ich mich in Jahresberichte des Nationalparks, analysierte Satelittenbilder, studierte unzählige Ausgaben der Nationalparkzeitschrift „Unser Wilder Wald“, suchte nach Youtube-Videos, durchstöberte Zeitungsarchive und quälte mich durch Forschungsberichte. Am schlimmsten waren die Gesetzestexte: die Nationalparkverordnung und der Nationalparkplan. Die Hölle hat eine deutsche Hausordnung und ihre Grundsätze stehen im Nationalparkplan. Am Ende entstand der Artikel Riesenkahlschlag am Hirschgespreng. Diesen Artikel habe ich nun zu einem Video verarbeitet:

Hinweis:
Morgen veröffentliche ich dann ein Video mit aktuellen Filmaufnahmen vom Hirschgespreng.

Ein vorbildlicher Förster – Dietrich Mehl

Welcher Förster macht gute, vorbildliche Arbeit? Wenn man mich das vor zwei Jahren gefragt hätte, wären mir folgende Namen eingefallen: Georg Sperber – aber der ist schon pensioniert. Lutz Fähser – auch pensioniert. Martin Levin – auch pensioniert. Georg Meister – ganz lange pensioniert. Knut Sturm! Gott sei Dank! Der ist noch nicht pensioniert! Und natürlich: Peter Wohlleben! Aber der zeigt einem immer nur seinen Ruheforst und da macht er ja nichts. Wer sonst? Mir wäre niemand mehr eingefallen. Schlechte Förster – ja, da hätte ich seitenlange Listen erstellen können! Aber gute Förster?

Dietrich Mehl auf der Tagung „Alte Buchenwälder“ in Bad Langensalza

Mittlerweile kenne ich mehrere und ich habe auch schon über sie geschrieben: Ottmar Heise, Ulrich Mergner und Roland Wirtz. Heute kommt einer hinzu: Dietrich Mehl. Ich habe ihn in seiner Oberförsterei Reiersdorf besucht und daraus ist der längste Artikel dieses Jahres geworden: Naturnahe Waldwirtschaft in der Oberförsterei Reiersdorf.

Den Artikel können Sie auch als Podcast anhören und herunterladen: Naturnahe_Waldwirtschaft_Dietrich_Mehl.mp3 – 70 MB – 1:12 h

Hinweis:
Am 15. November veröffentliche ich zwei Filme zu Riesenkahlschlägen im NLP Bayerischer Wald.

Video zum Brinkmannswald im Jahr 2019

Was wir in der Waldschutzszene viel zu wenig haben, sind Vergleiche vorher – nachher.

  • Was waren die Ziele eines Einschlags? Welche davon wurden erreicht?
  • Was hat der Förster damals versprochen? Was wurde eingehalten?
  • Wie sah es kurz vor und nach dem Einschlag aus? Wie jetzt?

Ich hatte im Brinkmannswald kurz nach dem Fällen der 250 alten Buchen im Jahr 2014 ein paar Videos gedreht. 2019 habe ich das wiederholt. Den Vergleich können Sie sich jetzt anschauen – zusammen mit Interviews von Anwohnern, die der WDR damals gemacht hat. Und vorweg gibt eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse damals.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1. November zum Thema: Naturnähe im Wirtschaftswald – Dietrich Mehl und die Oberförsterei Reiersdorf in Brandenburg.

Der Brinkmannswald im Jahr 2019

Dieses Foto hat es zu einiger Berühmtheit gebracht:

Es ist das Titelbild des Videos zur Online-Petition „Wälder sind keine Holzfabriken!“ der Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS). Fotografiert habe ich es 2014 im Brinkmannswald in meiner damaligen Heimatstadt Bottrop. Jeden Tag konnte man damals live dabei sein, wie der 160jährige Buchenwald Schritt für Schritt abgeholzt wurde. Das Ereignis habe ich damals ausführlich dokumentiert: Zerstörung des Brinkmannswaldes. 2015 bin ich umgezogen. Jetzt bin ich wieder in Bottrop gewesen. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Der Brinkmannswald im Jahr 2019.

Auch diesen Artikel können Sie sich wieder als Podcast anhören und herunterladen: Der Brinkmannswald im Jahr 2019.mp3 – 18 MB – 19:58 min.

Klimawandel und Buchensterben

Ich veröffentliche einen zweiten Artikel, der ursprünglich nicht geplant war. Um das Thema habe ich lange Zeit einen weiten Bogen gemacht und das, obwohl es in den Medien seit Monaten topaktuell ist. Ich bin nur ein kleiner Blogger und mir glaubt man ja sowieso nicht. Aber vielleicht glaubt man Prof. Jörg Müller, Vize-Chef des NLP Bayerischer Wald.

Jörg Müller und Manfred Großmann

Ich stelle seine Position zum Waldsterben dar, wie er sie auf der Tagung „Alte Buchenwälder“ in Bad Langensalza vertreten hat, und kontrastiere sie mit der Position von Manfred Großmann, Chef des NLP Hainich. Außerdem geht es um das Thema Jagd im NLP und um die Frage, warum es auf der Tagung nicht zu Tumulten gekommen ist. Und um Björn Höcke.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Faktencheck – Buchensterben und Klimawandel.

Fiasko im Schwarzwald

And now for something completely different: diesmal nichts über Politik, nichts über Forstwirtschaft, nichts über Nationalparks! Sondern über das Fiasko, das ich vor einer Woche auf dem Fernwanderweg Westweg im Schwarzwald erlebt habe. Bis zum Nationalpark Schwarzwald bin ich gar nicht gekommen; ich habe schon nach der allerersten Etappe aufgegeben.

Wie es dazu kam, das erfahren Sie in meinem neuen Artikel: Mein Fiasko auf dem Westweg im Oktober 2019.

Hinweise:
Auch diesen Artikel können Sie sich wieder als Podcast anhören und herunterladen: Fiasko_auf_dem_Westweg.mp3 – 19,1 MB – 20:55 min.
Mein nächster regulärer Artikel erscheint wie bereits angekündigt am 20.10. Er schildert die Wiederbesichtigung des Brinkmannswaldes in Bottrop fünf Jahre nach seiner Zerstörung.

Der Poledník (Mittagsberg)

Es kommt selten vor, dass ich einen Ort in einem Nationalpark (NLP) gleich zweimal in einem Jahr besuche. Beim Poledník im tschechischen NLP Šumava war das der Fall. Der Aussichtsturm mit seiner Ausstellung und dem Kiosk haben mich fasziniert: Es ist alles so einfach und so wunderbar altmodisch und ganz anders als in Deutschland! Kritiker aber werden die Nase rümpfen und „Primitiv!“ schimpfen: „Das ist ja wie früher in der DDR!“ Ich fand es schön! Und das liegt nicht nur an den Totholzflächen, die hier mindestens so eindrucksvoll sind wie am Lusen und am Rachel im direkt benachbarten NLP Bayerischer Wald.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Der Poledník (Mittagsberg).

Zu dem Artikel sind auch zwei neue Videos erschienen. Das erste zeigt die Totholzflächen am Poledník. Das zweite ist nicht ganz ernst gemeint und unfreiwillig komisch. Es demonstriert, was passiert, wenn man sich für einen großen Amateurfilmer hält und ohne Stativ und ohne gutes Mikrofon, dafür aber mit Höhenangst Videos auf der Aussichtsplattform des Turms dreht: Verwackeln am Poledník.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 20.10. Dann geht es um eine Wiederbesichtigung des Brinkmannswaldes in Bottrop fünf Jahre nach seiner Zerstörung.