Klimawandel und Buchensterben

Ich veröffentliche einen zweiten Artikel, der ursprünglich nicht geplant war. Um das Thema habe ich lange Zeit einen weiten Bogen gemacht und das, obwohl es in den Medien seit Monaten topaktuell ist. Ich bin nur ein kleiner Blogger und mir glaubt man ja sowieso nicht. Aber vielleicht glaubt man Prof. Jörg Müller, Vize-Chef des NLP Bayerischer Wald.

Jörg Müller und Manfred Großmann

Ich stelle seine Position zum Waldsterben dar, wie er sie auf der Tagung „Alte Buchenwälder“ in Bad Langensalza vertreten hat, und kontrastiere sie mit der Position von Manfred Großmann, Chef des NLP Hainich. Außerdem geht es um das Thema Jagd im NLP und um die Frage, warum es auf der Tagung nicht zu Tumulten gekommen ist. Und um Björn Höcke.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Faktencheck – Buchensterben und Klimawandel.

Fiasko im Schwarzwald

And now for something completely different: diesmal nichts über Politik, nichts über Forstwirtschaft, nichts über Nationalparks! Sondern über das Fiasko, das ich vor einer Woche auf dem Fernwanderweg Westweg im Schwarzwald erlebt habe. Bis zum Nationalpark Schwarzwald bin ich gar nicht gekommen; ich habe schon nach der allerersten Etappe aufgegeben.

Wie es dazu kam, das erfahren Sie in meinem neuen Artikel: Mein Fiasko auf dem Westweg im Oktober 2019.

Hinweise:
Auch diesen Artikel können Sie sich wieder als Podcast anhören und herunterladen: Fiasko_auf_dem_Westweg.mp3 – 19,1 MB – 20:55 min.
Mein nächster regulärer Artikel erscheint wie bereits angekündigt am 20.10. Er schildert die Wiederbesichtigung des Brinkmannswaldes in Bottrop fünf Jahre nach seiner Zerstörung.

Der Poledník (Mittagsberg)

Es kommt selten vor, dass ich einen Ort in einem Nationalpark (NLP) gleich zweimal in einem Jahr besuche. Beim Poledník im tschechischen NLP Šumava war das der Fall. Der Aussichtsturm mit seiner Ausstellung und dem Kiosk haben mich fasziniert: Es ist alles so einfach und so wunderbar altmodisch und ganz anders als in Deutschland! Kritiker aber werden die Nase rümpfen und „Primitiv!“ schimpfen: „Das ist ja wie früher in der DDR!“ Ich fand es schön! Und das liegt nicht nur an den Totholzflächen, die hier mindestens so eindrucksvoll sind wie am Lusen und am Rachel im direkt benachbarten NLP Bayerischer Wald.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Der Poledník (Mittagsberg).

Zu dem Artikel sind auch zwei neue Videos erschienen. Das erste zeigt die Totholzflächen am Poledník. Das zweite ist nicht ganz ernst gemeint und unfreiwillig komisch. Es demonstriert, was passiert, wenn man sich für einen großen Amateurfilmer hält und ohne Stativ und ohne gutes Mikrofon, dafür aber mit Höhenangst Videos auf der Aussichtsplattform des Turms dreht: Verwackeln am Poledník.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 20.10. Dann geht es um eine Wiederbesichtigung des Brinkmannswaldes in Bottrop fünf Jahre nach seiner Zerstörung.

Der Eiserne Vorhang vor dem Nationalpark Šumava

Ich war in den vergangenen Jahren mehrere Male im NLP Bayerischer Wald. Nicht ein einziges Mal war ich im NLP Šumava. Ich habe mehr als 30 Artikel über den NLP Bayerischer Wald geschrieben. Nicht einen einzigen über den NLP Šumava. Und das, obwohl dieser direkt neben dem NLP Bayerischer Wald liegt.

  • Ich war am Lackenberg. Der Berg liegt direkt an der tschechischen Grenze. Ich hätte hinübergehen können zum Lackensee (Jezerzo Laka). Ich habe es nicht getan.
  • Ich war am Hirschgespreng. Der Berg liegt direkt an der tschechischen Grenze. Ich hätte hinübergehen können zum Mittagsberg (Poledník). Ich habe es nicht getan.
  • Ich war am Steinfleckberg. Der Berg liegt direkt an der tschechischen Grenze. Ich hätte hinübergehen können zur Moldau-Quelle (Pramen Vltavy). Ich habe es nicht getan.

Wenn ich von einem Eisernen Vorhang spreche, dann meine ich das ganz ernst. Weiterlesen

Von Wüsten und Waldsteppen am Rachel

Wie angekündigt heute ein Film über den Abstieg vom Rachel. Ich habe dies zum Anlass genommen, noch einmal darüber nachzudenken, was man dort sieht: einen wertvollen Lebensraum für seltene Arten oder eine Wüste und Waldsteppe? Und was motiviert Touristen, sich das anzuschauen?

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel ohne Paywall: Von Wüsten und Waldsteppen am Rachel.

Auch diesen Artikel können Sie sich wieder als Podcast hören: Von Wüsten und Waldsteppen am Rachel.

Nationalpark und Windräder

Im Mittelpunkt meines letzten Artikels Sommerwanderung zum Rachel stand der Aufsatz „Gestörte Heimat“ von Erik Aschenbrand und Thomas Michler. Die Heimat war der Nationalpark Bayerischer Wald und gestört wurde sie durch den Borkenkäfer. Die Einheimischen fanden das furchtbar, die Naturschutzexperten waren begeistert. In der Vergangenheit waren meine Sympathien immer klar verteilt: Die Einheimischen waren die Bösen.

Windpark Kreuzstein im FFH-Gebiet Werra- und Wehretal

Beim Lesen des Aufsatzes beschlich mich aber ein ungutes Gefühl: Was, wenn nicht Borkenkäfer die Heimat stören sondern Windräder? Was, wenn die Einheimischen gegen Windräder protestieren würden? Sind die Einheimischen dann auch die Dummen, die nicht auf die Experten hören? Ich habe den Aufsatz noch einmal ganz genau gelesen und war nicht amüsiert.

Aus dieser Beschäftigung mit dem Aufsatz sind gleich zwei Artikel hervorgegangen:

Viele werden die Aufstellung von Windrädern im Nationalpark Bayerischer Wald für völlig ausgeschlossen halten. Ich bin da überhaupt nicht mehr sicher und begründe das ausführlich.

Sie können meine letzten drei Artikel auch als Podcast anhören und herunterladen:

Hinweis
Im September veröffentliche ich 2 Filme:

  • Abstieg vom Rachel – am 5.9.
  • Rund um den Poledník (Mittagsberg) im NLP Šumava – am 10.9.

Sommerwanderung zum Rachel

In meinem neuen Artikel geht es auch um eine Wanderung, die ich im Sommer zum Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald gemacht habe. Ich schreibe „auch“, weil im Zentrum des Artikels weniger die Wanderung steht als ein aktueller Aufsatz von Erik Aschenbrand und Thomas Michler mit dem Titel „Gestörte Heimat“. In ihm geht es um die unterschiedlichen Bewertungen der Landschaft zwischen dem Rachel und dem Lusen – einer Landschaft, die durch den Borkenkäfer total verändert wurde: Über 6.000 ha alte Fichtenwälder starben ab. Je nachdem, ob Einheimische, Naturschützer oder Touristen das beurteilen, kommen ganz unterschiedliche Bewertungen dabei heraus. Einheimische finden es schrecklich, Naturschützer toll und Touristen sehen das Problem überhaupt nicht.

Totholzfläche am Rachel, die bei Naturschützern – nicht aber bei den Einheimischen – eine hohe Wertschätzung genießt

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel, in den auch meine eigenen Beurteilungen und Erfahrungen mit dem Rachel eingeflossen sind: Sommerwanderung zum Rachel.

Zu dieser Sommerwanderung habe ich auch einen neuen rd. 10minütigen Film veröffentlicht: Aufstieg zum Rachel.

Ankündigung:
Mein nächster Artikel erscheint am 30.8. Es geht dann – anders als ursprünglich geplant – um das Thema: Der Aufsatz „Gestörte Heimat“ und die Windkraft.

Der Urwaldsteig bei Bayerisch Eisenstein

Wie angekündigt starte ich heute eine Serie mit Wanderungen im Nationalpark Bayerischer Wald. Beginnen möchte ich mit einem kleinen Rundwanderweg in der Nähe von Bayerisch Eisenstein ganz im Norden des Nationalparks: dem Urwaldsteig. Der Weg ist den meisten völlig unbekannt und auch im Internet findet man fast nichts darüber. Insofern möchte ich ein bisschen Werbung machen für einen zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Wanderweg.

Und weil mir die Werbung für den Urwaldsteig so wichtig ist, lasse ich auch viele sehr wichtige und sehr ernstzunehmende Personen zu Worte kommen: u. a. Karl-Friedrich Sinner, Franz Leibl, Markus Söder und – natürlich! – Anton Hofreiter.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel – ohne Paywall: Der Urwaldsteig bei Bayerisch Eisenstein.

Prozessschutz und Verkehrssicherung

Wenn ich früher von einem Förster hörte, er müsse einen Baum wegen der Verkehrssicherung fällen, dann habe ich ihm beinahe schon grundsätzlich nicht geglaubt: siehe zum Beispiel Förster Herber und die Verkehrssicherung. Wenn ich auch nach wie vor glaube, dass im oben genannten Beispiel die Pflicht zur Verkehrssicherung nur vorgeschoben war, so sehe ich die Dinge heute differenzierter: siehe zum Beispiel Verkehrssicherung im Nationalpark Jasmund. Und auch der Leiter des Prozessschutzreviers Quierschied, Herr Wirtz, hat wirklich ein großes Problem: In einem Näherholungswald mit sehr vielen Besuchern sterben reihenweise die alten Buchen und drohen auf den Wanderweg zu fallen.

Lesen Sie hier meinen dritten Aufsatz zum Prozessschutzrevier Quierschied: Prozessschutz und Verkehrssicherung

Hinweis:
Der Aufsatz befindet sich hinter einer Paywall. Wenn Sie dies für unzulässig und anrüchig halten und meinen, Naturschutzarbeit müsse kostenlos und ehrenamtlich sein, dann empfehle ich Ihnen die kostenfreien Seiten des BUND zu diesem Thema. Sie können natürlich auch kostenlos das diesbezügliche Informationsangebot des NABU nutzen. Auch der örtliche Umweltschutzexperte der GRÜNEN wird Ihnen sicherlich umfassend und umsonst Auskunft erteilen.