Lockdown am Brocken erfolgreich – kein Massentourismus mehr!

Ich bin begeistert! Mein Ziel ist erreicht: Kein Massentourismus am Brocken mehr! Es ist geschafft! Endlich! Der Brocken ist frei von Touristen! Ruhe, Stille, Einsamkeit! Wildnis pur! Corona sei Dank!  Die folgenden Fotos wurden mir von einem Informanten aus Wernigerode zugespielt; ich selbst darf ja zur Zeit nicht auf den Brocken. Die touristische Einreise nach Sachsen-Anhalt ist zur Zeit verboten.1Brocken wieder Sperrgebiet – 400€ Bußgeld  Mein Informant war am Samstag, den 16.5., um die Mittagszeit am Brocken.

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Mielke: „Kontaktsperre ist antiviraler Schutzwall!“

Erich Mielke, Vorsitzender des Ministeriums für Virenschutz, bestätigte gestern auf einer Sitzung des Politbüros, dass die Corona-Party im Touristensaal auf dem Brocken eine faschistische Provokation ausländischer Agenten war:

„Westliche Agentenorganisationen haben Extremisten über die Sektorengrenze geschickt, um dort Aufruhr gegen die Corona-Beschränkungen zu organisieren. Gutmütige und ideologisch ungefestigte Touristen wurden vom Klassenfeind verführt und haben sich gegen die Parteiführung aufgelehnt. Das Arbeiterkollektiv des VEB Nationalpark hätte wachsamer sein müssen.“1frei nach Stefan Wolle, Der große Plan – Alltag und Herrschaft in der DDR (1949-1961), Bonn 2013, S. 271 ff.

Die feindlich-negativen Personen wurden durch Schutz- und Sicherheitsorgane zugeführt. In Zukunft werden die progressiven Genossen im Nationalpark auf Personen ohne Mundschutz und Zusammenrottungen achten und bei Feststellung gemeinsam mit den eingesetzten Sicherheitskräften die Provokationen entschlossen verhindern.

Der Minderwertigkeitskomplex des Nationalparks Bayerischer Wald

Über die DDR schreibt Stefan Wolle:

„Ein Geburtstrauma und permanenter Liebesentzug hatten zu einem schweren Minderwertigkeitskomplex geführt […]. […] Streben nach Anerkennung und Zuwendung […] waren die Folgen der traumatischen Deformation.“1Die heile Welt der Diktatur, München 1999, S. 28

Ein „Geburtstrauma“ hat es bei der Gründung des NLP Bayerischer Wald 1970 zwar nicht gegeben. Aber was dann in den 80er und 90er Jahren passierte, das muss auf die Verwaltung traumatisch gewirkt haben:

Collage aus Zeitungsartikel der Jahre 1983-1999 im Hans-Eisenmann-Haus

Als ich das Zitat oben las, erinnerte ich mich an einen Text, den ich 2016 zwar schon geschrieben, aber nicht veröffentlicht hatte. Dies hole ich nun nach: Stiefkind und Minderwertigkeitskomplex.

Ruhe und Stille im menschenleeren NLP Sächsische Schweiz

Im Mai wollte ich im Nationalpark Sächsische Schweiz wandern. Letzte Woche erhielt ich die Absage der Vermieterin:

„Auf Grund der aktuellen Lage und des mir als Vermieterin auf erlegten Vermietungsverbots sehe ich mich gezwungen, ihre Buchung zu stornieren.“

Ich bestätigte die Absage, äußerte aber auch meine Verärgerung über den Lockdown. Daraufhin erhielt ich eine gut gelaunte Antwort: Weiterlesen

Lockdown der Nationalparks

Ich veröffentliche eine kurze E-Mail, die ich vergangenes Wochenende an einen Mitarbeiter des Nationalparks Kalkalpen geschrieben habe:

Lieber Herr …!

Sie schreiben, ein Highlight Ihres Nationalparks sei die älteste bekannte Buche in Europa. Diese werde ich leider dieses Jahr nicht sehen. Gestern studierte ich die Regelungen für den Lockdown in Österreich und war … entsetzt. Meine Frau und ich hätten im August Zeit und Geld gehabt – aber es ist verboten.

Ausgerechnet Österreich, das Tourismusland! In Deutschland war ein, wenn nicht das Hauptargument für die Einrichtung von Nationalparks immer die Förderung des Tourismus. Immer! Ein Nationalpark ist wichtig für … den Tourismus! Millionen von Besuchern! Und ich schätze, bei Ihnen war es ähnlich … Naturschutz, ja sicher! Auch! Aber viel wichtiger: Arbeitsplätze! Umweltpädagogen! Ökologen! Ranger! Gastronomie! Hoteliers! Hilfe für strukturschwache Regionen! Die Bauindustrie! Die riesigen neuen Besucherzentren! Neue Straßen! Neue Bahnhöfe! Neue Buslinien! Weiterlesen

Offener Brief von Förster Roland Wirtz an die BBIWS

Seit Dezember 2018 läuft die Online-Petition der Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS). Die Petition protestiert gegen den Umbau der Wälder zu Holzfabriken.1zur Petition siehe auch Von Winnetou und Robin Hood – der SPIEGEL-Artikel über die BBIWS Anfang 2020 veröffentlicht dann ein anonymer Autor der BBIWS unter „Neuigkeiten zur Petition“ den Artikel Trotz Waldsterben – der Ausverkauf der Wälder geht weiter! Teil 1 – Saarland.

Der Artikel erscheint zeitgleich auch auf der Homepage der BBIWS in der Rubrik Aktuelles. Ohne den Namen des zuständigen Revierleiters zu nennen, werden schwere Vorwürfe erhoben: u. a. „Ausverkauf der Wälder“, „massive Einschläge in die Laubholzbestände“, Fällen von „sehr vielen alten Buchen, darunter auch Biotopbäumen mit Mulmhöhlen“. Außerdem werde gegen den Masterplan des Umweltministers Jost verstoßen. Weiterlesen

Online-Abstimmung über den nächsten Artikel

Im Zentrum meines letzten Artikels standen zwei Online-Umfragen. An der ersten Umfrage beteiligten sich immerhin noch neun, an der zweiten nur noch zwei Leser. Offenbar hat der Artikel nur ganz wenige interessiert. Deshalb möchte ich die Abonnenten meiner Webseite über den nächsten Artikel abstimmen lassen. Drei Alternativen stehen zur Abstimmung. Weiterlesen