2 Artikel im Monat sind genug – Wider die Informationsflut im Internet

„Wir stumpfen schlicht und einfach ab, wenn man uns stündlich die Katastrophe ankündigt.“
Heiner Flassbeck1

Einleitung

Ich werde in Zukunft nur noch zwei Artikel pro Monat veröffentlichen. Höchstens. Das liegt nicht nur daran, dass gute Artikel viel Zeit brauchen. Es liegt auch daran, dass im Internet eine Flut von belanglosen Informationen herrscht. Zu dieser Flut an unwichtigen und überflüssigen Informationen will ich nicht beitragen.

Ich werde in diesem Artikel auch die Informationsflut von drei Webseiten kritisieren, die sich mit dem Wald und seinem Schutz beschäftigen: Karl-Friedrich Weber und Peter Wohlleben auf Facebook und die Naturwaldakademie auf Twitter. Diese Seiten tragen leider auch dazu bei, dass die Leser mit oberflächlichen und geschwätzigen Artikeln überschwemmt werden. Dabei nehme ich mich von der Kritik ausdrücklich nicht aus: Auch ich habe in der Vergangenheit manchmal viel zu viele Artikel in viel zu kurzer Zeit geschrieben. Weiterlesen

  1. Wenn alles Klimawandel ist, ist Klimawandel nichts mehr []

Offener Brief an Dr. Susanne Winter

Es war nicht nur Peter Wohlleben, dessen Bücher für mich eine wertvolle Hilfe waren. Es war auch die Forstwissenschaftlerin Dr. Susanne Winter1, die von Anfang an ganz wichtig war für mich. Ihre Doktorarbeit  mit dem Titel „Ermittlung von Struktur-Indikatoren zur Abschätzung des Einflusses forstlicher Bewirtschaftung auf die Biozönosen von Tiefland-Buchenwäldern“ zählt zu dem Besten, was ich zum Thema Naturschutz im Buchenwald gelesen habe. Ich war so fasziniert, dass ich damals umgehend die Heiligen Hallen und den Faulen Ort besucht habe – zwei Wälder, die in ihrer Dissertation und auch bei ihren weiteren Forschungen eine ganz wichtige Rolle spielten und spielen.

Dr. Winter auf einem Workshop des Forum Umwelt und Entwicklung in der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt im November 2014

Jetzt habe ich Dr. Winter einen Offenen Brief geschrieben. Es geht um Mikrohabitate und Unklarheiten, auf die ich bei der Lektüre ihres letzten Buches „Praxishandbuch – Naturschutz im Buchenwald“ gestoßen bin. Weiterlesen

  1. Dr. Winter ist z. Z. Programmleiterin Wald des WWF. []

Nachtrag zur fehlenden Forstaufsicht

„Wälder sind Holzfabriken. Es sind die schönsten Fabriken, die es gibt.“
Dr. Steffen Taeger, Abteilungsleiter Forsten im AELF Roth

Im Mittelpunkt meines letzten Aufsatzes stand ein Zeitungsartikel von Christian Geist: In der Holzfabrik. Erschienen war er am 15.12.2018 im Boten. Die letzten beiden Absätze des Zeitungsartikels hatte ich übergangen. Sie sind aber hochinteressant und gespickt mit falschen Behauptungen. Zwar sind die Behauptungen falsch, sie werden aber immer wieder von Mitgliedern des Forstwirtschaftlichen Denkkollektivs1 vorgebracht, wenn sie mit Kritik von Waldschützern konfrontiert werden. Die Behauptungen klingen wissenschaftlich, vernünftig und plausibel. Und da sie von vielen Personen, die scheinbar unabhängig voneinander sind, immer wieder wiederholt werden, werden sie von einer Mehrheit der Bevölkerung geglaubt. So gilt der Satz „Brennholz ist gut für das Klima!“ heute parteiübergreifend als unbezweifelbare Wahrheit. Vermutlich glauben schon Kinder im Vorschulalter daran.2 Mit solchen und ähnlichen Sätzen sind die beiden letzten Absätze des Zeitungsartikels In der Holzfabrik gespickt. Weiterlesen

  1. siehe Frede und das Forstwirtschaftliche Denkkollektiv (FDK) []
  2. siehe meine Artikelserie Rettet Brennholz das Klima? []

Probleme mit Leserbriefen – Teil 2

Es gibt Leserbriefe von Waldschützern, die fangen so an:

„Es ist grotesk, nach einem Holzeinschlag in der Brut- und Setzzeit wieder von einem heruntergerissenen Sperberhorst mit vier verendeten Jungvögeln zu stehen!“

Nein, ist es nicht. Ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz ist nicht „grotesk“, sondern eine Straftat. Wenn ich vor einem „heruntergerissenen Sperberhorst mit vier verendeten Jungvögeln“ stehe und beweisen kann, dass ein Holzeinschlag verantwortlich ist, schreibe ich keinen Leserbrief, sondern erstatte Anzeige wegen Verstoß gegen §7 Abs. 2 Nr.13-14 BNatSchG. Greifvögel gehören zu den streng geschützten Vogelarten.1 Weiterlesen

  1. siehe Der Sperber – NABU NRW []

Probleme mit Leserbriefen – Teil 1

Hinweis: Ich möchte keinen Waldschützer persönlich kritisieren oder gar öffentlich bloßstellen. Deshalb nenne ich in dem folgenden Artikel keine Namen und auch keine Quellenangaben. Es geht nicht um einen konkreten Leserbrief, sondern um ein grundsätzliches Problem: Wie überzeugen wir als Waldschützer die Öffentlichkeit?

Ich habe Probleme mit den Leserbriefen von Waldschützern. Es ist nicht so, dass ich grundsätzlich etwas gegen Leserbriefe hätte. Ich selbst habe auch schon welche geschrieben. Aber ich habe Probleme mit der Art und Weise, wie einige Leserbriefe von Waldschützern geschrieben werden. Ich fürchte, dass diese Leserbriefe wenig nützen: Zwar machen die Waldschützer ihrem Herzen Luft und lassen ordentlich Dampf ab, aber sie werden vermutlich niemanden überzeugen, der nicht ohnehin schon Waldschützer ist. Häufig wird auch gar nicht so richtig deutlich, wogegen eigentlich protestiert wird. Weiterlesen

Frohes Neues Jahr!

Mitglieder mit einem Gold- und Silber-Abo bekommen in den nächsten Tagen einen Fotokalender mit den folgenden Fotos:1

Hinweis: Wenn Sie mit der Maus über die Fotos fahren, wird eine kurze Beschreibung sichtbar, wo sie gemacht worden sind. Für alle Orte gibt es ausführliche Informationen auf meiner Webseite. Bitte nutzen Sie dazu die Suchfunktion oben rechts auf der Seite.

Sie können einen hochwertigen DIN-A5-Fotokalender2 auch für 15 € inklusive Versand bei mir bestellen. Mitglieder mit Basis- und Bronze-Abo erhalten ihn für 12 € (20% Rabatt).

  1. ohne den störenden Copyright-Hinweis auf den Fotos unten rechts []
  2. von Pixum []
Veröffentlicht unter Privat

Die Flops des Jahres 2018

Flop Nr. 5 – E-Mail an Dr. Hennenberg

Dr. Klaus Hennenberg arbeitet am Freiburger Öko-Institut und war zusammen mit Dr. Böttcher und Christian Winger Verfasser der Studie Waldvision Deutschland. Am 4.6.2018 habe ich Hennenberg eine offene E-Mail geschrieben, die dieser nie beantwortet hat. Ich war daran gescheitert, die Studie Waldvision zu verstehen, und hatte zuvor Dr. Böttcher einen Brief geschrieben. Dessen Antwort hatte ich auch nicht verstanden und mich deshalb an seinen Kollegen Hennenberg gewandt, wie Böttcher es vorgeschlagen hatte. Eine Antwort habe ich nie erhalten.

Flop Nr. 4 – Brief an Petra Wegener

Petra Wegener ist Geschäftsführerin des Weserbergland-Tourismus. Am 5.6.2018 hatte ich ihr einen offenen Brief geschrieben, in dem es um die monatelange Sperrung von 7 Etappen des Weserbergland-Wegs wegen Sturmschäden ging. Eine Antwort habe ich nie erhalten. Weiterlesen