Deutschland ist Nettoexporteur von Laubholz

Waldschützer fordern immer wieder, den hohen Holzeinschlag in Deutschland zu reduzieren: Wälder sind keine Holzfabriken. Dann erwidern viele Förster, dies sei nicht möglich. Denn Deutschland brauche sehr viel Holz, und wenn in Deutschland weniger Holz eingeschlagen würde, müsste das Holz aus dem Ausland importiert werden.

Für Laubholz stimmt das nicht: Deutschland erwirtschaftet jedes Jahr einen sehr hohen Exportüberschuss. Das beweisen offizielle Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Hier geht es zu meinem neuen Artikel: Faktencheck: Holzimporte – Update.

Hinweis: Der Artikel befindet sich hinter einer Paywall. Das Zusammenstellen der Daten hat viel Zeit und Mühe gekostet. Schon ab 1€ im Monat können Sie Mitglied werden.

Antwort von Dr. Susanne Winter

Frau Dr. Winter hat mir auf meinen Offenen Brief zu Baummikrohabitaten geantwortet. Ihre Antwort finden Sie hier: Antwort von Dr. Susanne Winter.

Mit ihrer Hilfe habe ich eine Tabelle erstellt mit 20 Baummikrohabitaten und den Empfehlungen für Wirtschaftswälder.1 Hier geht es zur Tabelle der Baummikrohabitate und den Empfehlungen für Wirtschaftswälder.

  1. Die ausführliche Version inklusive vieler Fotos und Hinweisen zu den Käfern und Pilzen, die in diesen Mikrohabitaten leben, finden Sie im Praxishandbuch – Naturschutz im Buchenwald. Einen kostenlosen Katalog der Baummikrohabitate finden Sie hier. []

2 Artikel im Monat sind genug – Wider die Informationsflut im Internet

„Wir stumpfen schlicht und einfach ab, wenn man uns stündlich die Katastrophe ankündigt.“
Heiner Flassbeck1

Einleitung

Ich werde in Zukunft nur noch zwei Artikel pro Monat veröffentlichen. Höchstens. Das liegt nicht nur daran, dass gute Artikel viel Zeit brauchen. Es liegt auch daran, dass im Internet eine Flut von belanglosen Informationen herrscht. Zu dieser Flut an unwichtigen und überflüssigen Informationen will ich nicht beitragen.

Ich werde in diesem Artikel auch die Informationsflut von drei Webseiten kritisieren, die sich mit dem Wald und seinem Schutz beschäftigen: Karl-Friedrich Weber und Peter Wohlleben auf Facebook und die Naturwaldakademie auf Twitter. Diese Seiten tragen leider auch dazu bei, dass die Leser mit oberflächlichen und geschwätzigen Artikeln überschwemmt werden. Dabei nehme ich mich von der Kritik ausdrücklich nicht aus: Auch ich habe in der Vergangenheit manchmal viel zu viele Artikel in viel zu kurzer Zeit geschrieben. Weiterlesen

  1. Wenn alles Klimawandel ist, ist Klimawandel nichts mehr []

Offener Brief an Dr. Susanne Winter


Es war nicht nur Peter Wohlleben, dessen Bücher für mich eine wertvolle Hilfe waren. Es war auch die Forstwissenschaftlerin Dr. Susanne Winter1, die von Anfang an ganz wichtig war für mich. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Ermittlung von Struktur-Indikatoren zur Abschätzung des Einflusses forstlicher Bewirtschaftung auf die Biozönosen von Tiefland-Buchenwäldern“ zählt zu dem Besten, was ich zum Thema Naturschutz im Buchenwald gelesen habe. Ich war so fasziniert, dass ich damals umgehend die Heiligen Hallen und den Faulen Ort besucht habe – zwei Wälder, die in ihrer Dissertation und auch bei ihren weiteren Forschungen eine ganz wichtige Rolle spielten und spielen.

Dr. Winter auf einem Workshop des Forum Umwelt und Entwicklung in der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt im November 2014

Jetzt habe ich Dr. Winter einen Offenen Brief geschrieben. Es geht um Mikrohabitate und Unklarheiten, auf die ich bei der Lektüre ihres letzten Buches „Praxishandbuch – Naturschutz im Buchenwald“ gestoßen bin. Weiterlesen

  1. Dr. Winter ist z. Z. Programmleiterin Wald des WWF. []

Nachtrag zur fehlenden Forstaufsicht

„Wälder sind Holzfabriken. Es sind die schönsten Fabriken, die es gibt.“
Dr. Steffen Taeger, Abteilungsleiter Forsten im AELF Roth

Im Mittelpunkt meines letzten Aufsatzes stand ein Zeitungsartikel von Christian Geist: In der Holzfabrik. Erschienen war er am 15.12.2018 im Boten. Die letzten beiden Absätze des Zeitungsartikels hatte ich übergangen. Sie sind aber hochinteressant und gespickt mit falschen Behauptungen. Zwar sind die Behauptungen falsch, sie werden aber immer wieder von Mitgliedern des Forstwirtschaftlichen Denkkollektivs1 vorgebracht, wenn sie mit Kritik von Waldschützern konfrontiert werden. Die Behauptungen klingen wissenschaftlich, vernünftig und plausibel. Und da sie von vielen Personen, die scheinbar unabhängig voneinander sind, immer wieder wiederholt werden, werden sie von einer Mehrheit der Bevölkerung geglaubt. So gilt der Satz „Brennholz ist gut für das Klima!“ heute parteiübergreifend als unbezweifelbare Wahrheit. Vermutlich glauben schon Kinder im Vorschulalter daran.2 Mit solchen und ähnlichen Sätzen sind die beiden letzten Absätze des Zeitungsartikels In der Holzfabrik gespickt. Weiterlesen

  1. siehe Frede und das Forstwirtschaftliche Denkkollektiv (FDK) []
  2. siehe meine Artikelserie Rettet Brennholz das Klima? []