Rummelplatz Nationalpark Berchtesgaden

Im Berchtesgadener Land zählte man 2016 3,6 Millionen Übernachtungen. Das macht 10.000 Gäste pro Tag. Und die strömen zu Tausenden in den Nationalpark – und zwar nicht nur zum Königssee. Sie überfluten auch das Klausbach-, Wimbach- und Schapbachtal. Vom Massentourismus war ich angeekelt.

Ich habe drei Protestbriefe geschrieben: an den Leiter des Nationalparks, an die Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH und an die Tourist-Information Ramsau. Außerdem dokumentiere ich den Zirkus am Königssee mit zahlreichen Fotos. Hier geht es zum Artikel: Massenabfertigung am Königssee.

Frede und das Waldrestholz

Achim Frede begründet nicht nur den Kahlschlag am Wüstegarten, sondern auch den Abtransport des Waldrestholzes. Peter Wohlleben nennt so etwas den „Endpunkt des Ausverkaufs im Walde“ und spart auch sonst nicht mit scharfer Kritik an dieser „gnadenlosen Rohstoffjagd“. Hier geht es zu meinem sechsten Kapitel über den Antrag auf Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede: Frede und das Waldrestholz.

Ein freundlicher Förster

Die 5. Etappe des Weserbergland-Wegs führte uns in das Revier von Förster Metje. Er ist Revierleiter im Forstamt Neuhaus der Niedersächsischen Landesforsten. Über die Schlammwüsten in einem Fichtenforst war ich entsetzt.

Die Antwort von Herrn Metje hat mich positiv überrascht und ich habe mich sehr gefreut. Hier geht es zu meinem Artikel: Pures Naturerlebnis im Naturpark Solling-Vogler.

Framing in der Forstwirtschaft

Elisabeth Wehling ist Wissenschaftlerin an der Universität Berkeley in Kalifornien. Sie untersucht, wie unser Denken und Handeln durch Sprache gesteuert wird und wie wir durch einfache Worte verführt und manipuliert werden.

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By Martin J. Kraft – Own work, CC BY-SA 3.0, Link

Während die deutschen Zeitungen sich noch über Donald Trump lustig machten, hat sie seinen Wahlsieg richtig vorhergesagt und sie kann erklären, wie Trump und sein Team die Wähler ganz gezielt mit den richtigen Slogans manipuliert haben. Das Wort „Fake-News“ ist z. B. eine Erfindung Donald Trumps. Weiterlesen

Frede und die Blockhalden

Liest man die Begründung von Achim Frede für den Kahlschlag am Wüstegarten, dann kann man auf die Idee kommen, der Wüstegarten sei kein Berg im hessischen Mittelgebirge, sondern in den bayerischen Alpen. Da ist von „Quarzitklippen“, einem „Berg-Grat“, „Felsen“, „extremen, gehölzarmen Felsgrat-Partien“ und „Blockhalden“ die Rede.

Im vierten Kapitel über den Kahlschlag am Wüstegarten widme ich mich den Blockhalden. Ich habe nur eine gefunden und die ist 20 m2 groß: Frede und die Blockhalden.

Frede und der Biotopkomplex

Achim Frede ist fachlicher Leiter des Naturschutzgroßprojekts Kellerwald, Abteilungsleiter im Nationalpark Kellerwald-Edersee und Diplom-Biologe. Glaubt man ihm, dann ist der 675 m hohe Wüstegarten eine wahre Schatztruhe. Denn dort gibt es „Sauerhumusrasen“, „Borstgrasrasen“, „Kryptogamenfluren“, „Quellmoore“, „Niedermoore“, „Zwischenmoore“, „Gebirgsbäche“ und und und. Frede kommt auf nicht weniger als 11 Biotope, die dort angeblich einen „Komplex“ bilden. Dieser ist so ungemein „wertvoll“ , dass man dafür gleich 5,1 ha Fichtenwälder kahlschlagen muss. Das „Vorkommen seltener, spezialisierter und arealgeografisch interessanter Biozönosen“ rechtfertigt einen Kahlschlag allemal.

Fingerhut-Schlaggesellschaft (Epilobio-Digitalietum purpureae) auf dem Kahlschlag am Wüstegarten (Roter Fingerhut, Wald-Greiskraut und Draht-Schmiele)

Mich überzeugt die Erzählung Fredes über sein „Naturschutzprojekt“ nicht. Meine Zweifel fangen damit an, dass er Biotope aufzählt, die es am Wüstegarten selbst in den offiziellen Dokumenten des Naturschutzgroßprojekts gar nicht gibt, und dass selbst die Biotope, die es dort tatsächlich gibt, nur winzig klein sind. Lesen Sie hier das dritte Kapitel meines Artikels Antrag auf Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede: Frede und der Biotopkomplex.

Antrag für den Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede

Ich habe bislang fünf Artikel über den Kahlschlag am Wüstegarten geschrieben. Das Forstamt Jesberg konnte dort nicht einfach 5,1 ha Fichtenwälder kahlschlagen. Das verbietet das Hessische Waldgesetz. Es musste einen förmlichen Antrag bei der Oberen Forstbehörde geben. Und die Hauptrolle bei diesem Antrag spielt Achim Frede, der nicht nur Fachlicher Leiter des Naturschutzgroßprojekts Kellerwald-Region ist, sondern auch Abteilungsleiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Frede begründet den Großkahlschlag ausführlich auf zwei eng bedruckten DIN-A4-Seiten. Es ist ein schier unglaubliches Dokument.

Ich beginne heute mit dem ersten Kapitel eines Artikels, der sich mit diesem Dokument auseinandersetzt. Das Kapitel widmet sich Fredes Zusammenarbeit mit dem Forstamt Jesberg und der Größe des Kahlschlags. Und wundern Sie sich bitte nicht, aber – nimmt man die Aussagen der Beteiligten ernst, ist der Kahlschlag eigentlich viel zu klein: Antrag auf Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede.

Tourismusverband als kostenlose PR-Agentur von HessenForst

„Unverfälschte Natur“, „wahre Natur“, „Idylle“, „Ursprünglichkeit“, „wunderschöner Waldbestand“, „traumhaft“, „herrlich“, „zauberhaft“ – so redet der Verein Weserbergland Tourismus über das Weserbergland. Gefunden habe ich diese Zitate im Service-Wanderheft für den Weserbergland-Weg.

Nachdem meine Frau und ich auf der dritten Etappe dieses „Qualitätswegs“ knöcheltief im Schlamm eines Forstwegs versackten, entstand die folgende Satire: Wahre Natur im Benzer Holz.

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